Die Filmreihe für Trash-, Exploitation- und Sleaze-Fans

Präsentiert von
Filmhauskino
und GEBÄUDE 9
Seit Dezember 2007 widmen sich Filmhauskino und GEBÄUDE 9 mit der Reihe SOMETHING WEIRD CINEMA der Kultur des Mitternachtskinos.
Aus den dunkelsten Ecken europäischer Filmarchive ans Licht gezerrt, erstrahlen 35mm & 16mm-Filmkopien dreimal im Monat im neuen Glanz auf der Leinwand: Exploitation- und Trashfilme, Genrekino, Horrorschocker und Splattergranaten, Abseitiges, Schräges und Vergessenes aus den Randbereichen der Filmgeschichte...psychotronisch und bewußtseinserweiternd!
Jenseits filmischer Norm und gutem Geschmack!
Das das Filmhaus in der Maybachstrasse auf unbestimmte Zeit wegen Sanierungsarbeiten geschlossen bleibt, findet das SOMETHING WEIRD CINEMA-Programm ab November in KINO 813 statt. Das Kino 813 befindet sich auf der Hahnenstrasse 6, 50667 Köln, zwischen Rudolfplatz und Neumarkt, in Nachbarschaft zum Kölnischen Kunstverein.
Filmclub 813


Something Weird Cinema auf facebook

Neu:Something Weird Cinema (wordpress)




Oktober 2017


Mi. 11.10. / 20 Uhr
LASS JUCKEN, KUMPEL!
Regie: Franz Marischka
Deutschland 1972, ca. 95 Min., 35mm, DF, FSK 18

Deutschland 1972 / 35mm / ca. 95 Min. / DF
Regie: Franz Marischka
Buch: Franz Marischka, Gunter Otto, Hans-Henning Claer
Musik: Jochen Baum, Kamera: Gunter Otto
mit: Michel Jacot, Rinaldo Talamonti, Anne Graf, Willy Krause u.a.

Hinter der Kulisse des grauen Waldes aus Schornsteinen und Fördertürmen blüht für die Kumpel mit ungeahnter Vehemenz eine üppige Blume: der Sex! Der harte Lebensrhythmus ihres grauen Alltags heißt: Arbeit, Bier und Bett.
Der an der Kinokasse äußerst erfolgreiche erste Teil der LASS JUCKEN, KUMPEL! Filmreihe kann mit Fug und Recht als ein Klassiker des bundesdeutschen Sexploitationfilms bezeichnet werden. Fünf weitere Teile sollten folgen...

"Die fahrige Art von Marischkas Film, in dem sich die tollen und die blöden Momente abwechseln, ein schlüssiger Gesamtentwurf immer wieder durch möglichst 'aufregende' Sex-Episödchen torpediert wird, spiegelt auch das ziel- und perspektivlose Leben seiner Protagonisten wider, für die die einzigen Lichtblicke in einem ansonsten wenig beglückenden Leben die gelegentlichen Schäferstündchen und das Saufgelage im Kreise der Kollegen sind. Für große Lebensentwürfe ist da längst kein Platz mehr." Oliver Nöding, Remember it for later


Mi. 25.10./ 20 Uhr
PHANTASM 2
Regie: Don Coscarelli
dt: Das Böse 2, USA 1988, ca. 97 Min., 35mm, DF, FSK 18

USA 1988 / 35mm / ca. 97 Min. / OV
dt: Das Böse 2
Regie: Don Coscarelli
Buch: Don Coscarelli
Musik: Fred Myrow, Christopher L. Stone, Kamera: Daryn Okada
mit: Angus Scrimm, James LeGros, Reggie Bannister u.a.

Der zweite Teil der bekannten Horrorfilmreihe um das düstere Treiben des "Tall Man".

Neun Jahre ist es her, seit Mike den Tall Man daran hindern konnte, weiter auf dem Morningside Friedhof Leichen auszugraben, um diese zu Zwergsklaven mutieren zulassen und sie dann in eine andere Dimension zu transportierte. Doch nun kehrt der Tall Man mit dem tödlichen Willen zurück, sein blutiges Werk fortzusetzen. Mike und sein Freund Reggie, beschließen, den Tall Man zu verfolgen und zu vernichten. Schnell werden sie fündig, denn der Gesuchte hinterlässt verwüstete Städte mit leeren Friedhöfen.

"It has virtually everything fans of ‘80s horror love to see: humor, nudity, gore and wild makeup FX." wicked Horror

"Zwischen PHANTASM und seinem Sequel liegen rund neun Jahre – umso erfreulicher, dass die Filme fast wie aus einem Guss wirken. ... Die Fortsetzung verschiebt den Akzent vom Horror etwas auf die Action und doch ist Coscarelli hiermit ein Nachfolger gelungen, der erstaunlich gut an den ersten Teil anknüpfen kann und die Art, wie es erzählt wird, bietet eine unterhaltsame Melange aus Grusel, Action und Effekten." ofdb.d

..............................
November 2017
...............................

Mi. 15.10. / 20 Uhr
GESICHTER DES TODES
USA 1978 / 35mm / ca. 86 Min. / OV
OT: Faces of Death
Regie:  John Alan Schwartz (als Conan Le Cilaire)
Buch:  John Alan Schwartz (als Alan Black)

Klassiker des Mondo-Films. Purer Wahnsinn!

"War MONDO CANE der Großvater des Genres, so kann dieser erste ernsthafte amerikanische Versuch eines Mondos getrost als Vater bezeichnet werden. Die Härte setzte neue Maßstäbe. Nicht mehr die Originalität von  Szenen – wie es bei Jacopetti und seinen Nachfolgern oft der Fall war – war für deren Auswahl verantwortlich, sondern rein ihr schockierendes Potential. Offenbar haben es die Zuschauer weltweit genossen, sich auf diese Art verstören zu lassen und der Film leitete eine Renaissance der 'Shockumentarys' ein. Fortan orientierten sich zahllose Nachfolger nicht mehr an MONDO CANE, sondern am bluttriefenden Vorbild GESICHTER DES TODES. Auch in tiefsten bäuerlichen Provinzen kann man in nahezu jeder Privat-Videosammlung eine Kopie des Films finden (meist auf einem Tape mit EVIL DEAD), und es gibt wohl keine Proll-Party, auf der GESICHTER DES TODES noch nicht gelaufen ist. Sicherlich einer der meistdiskutierten und -angegriffenen Filme unserer Zeit." Marian D. Botulino

"Kunterbunte Aneinanderreihung von widerwärtigen Bildern, die das Thema Tod in allen Variationen voyeuristisch asuschlachtet. Die vorgeblichen Dokumentaraufnahmen sind fast durchweg gefälscht bzw. für die Kamera arrangiert. Ein verlogen-dümmlicher Kommentar steigert noch das Ekelgefühl, das dieses Machwerk hervorruft." film-dienst


Mi. 29.11. / 20 Uhr
DIE WILDEN ENGEL
OT: The Wild Angels
USA 1966 - DF - 86 Min. - 35mm
Regie: Roger Corman
Buch: Charles B. Griffith, Kamera: Richard Moore, Musik: Mike Curb
Mit Peter Fonda, Nancy Sinatra, Bruce Dern

Roger "King of the B's" Cormans läutete 1966 mit "Die Wilden Engel" die Welle der Hell's Angels-Filme ein. Die Motorradgang um den Anführer "Heavenly Blues" verbreitet mit ihrer ausschweifenden Lebensweise Angst und Schrecken. Als Blues mexikanische Mechaniker verdächtigt, sein Motorrad geklaut zu haben, verwickelt er sie in eine wüste Schlägerei. Bei einer wilden Verfolgungsjagd wird "Loser", ein Mitglied der "Angels", von der Polizei angeschossen. Ins Krankenhaus eingeliefert, steht Loser nun eine Anklage bevor - doch er stirbt an seinen Verletzungen. Der Tod seines Freundes verändert Blues ...Berühmt-berüchtigt ist die Beerdigungs-Szene gegen Ende des Films, in der die Rocker eine Sex- und Drogen-Orgie in einer Kirche feiern.

"The sometimes shocking events in this incredible movie were based on stories told by the real California Angels, who appear as themselves. Later they sued for defamation!" Michael Weldon

Joan Didion, wache Beobachterin amerikanischer Zustände der 60er, schreibt über Motorradfilme:"Viele von ihnen sind außerordentlich schön mit ihrem Instinkt für das wahre Aussehen des amerikanischen Westens, für die verschossenen Fahnen, die über verlassenen Tankstellen wehen, und die ausgebleichten Straßen in den Wüstenstädten...Die meisten dieser Filme werden mit weniger als 200.000 Dollar hergestellt. In New York laufen sie nur gelegentlich. Und doch stellten die Motorradfilme mehrere Jahre lange eine Art volkstümliche Untergrundliteratur für Jugendliche dar, sie haben ihr Publikum gefunden und einen Mythos fabriziert, der alle unausgegorenen Ressentiments des Publikums exakt zum Ausdruck bringt, alle Sehnsucht nach der äußerst erregenden Erfahrung des Todes. Gewaltsam zu sterben ist "richtig", ein Aufblitzen. Weiterleben heißt nur, wie Peter Fonda in The Wild Angels hervorhebt, weiter Miete zahlen. Ein erfolgreicher Motorradfilm ist ein perfekter Rorschachtest seines Publikums."