Die Filmreihe für Trash-, Exploitation- und Sleaze-Fans

Präsentiert von
Filmhauskino
und GEBÄUDE 9
Seit Dezember 2007 widmen sich Filmhauskino und GEBÄUDE 9 mit der Reihe SOMETHING WEIRD CINEMA der Kultur des Mitternachtskinos.
Aus den dunkelsten Ecken europäischer Filmarchive ans Licht gezerrt, erstrahlen 35mm & 16mm-Filmkopien dreimal im Monat im neuen Glanz auf der Leinwand: Exploitation- und Trashfilme, Genrekino, Horrorschocker und Splattergranaten, Abseitiges, Schräges und Vergessenes aus den Randbereichen der Filmgeschichte...psychotronisch und bewußtseinserweiternd!
Jenseits filmischer Norm und gutem Geschmack!
Das das Filmhaus in der Maybachstrasse auf unbestimmte Zeit wegen Sanierungsarbeiten geschlossen bleibt, findet das SOMETHING WEIRD CINEMA-Programm ab November in KINO 813 statt.
Das Kino 813 befindet sich auf der Hahnenstrasse 6, 50667 Köln, zwischen Rudolfplatz und Neumarkt, in Nachbarschaft zum Kölnischen Kunstverein.
Filmclub 813





   März

Mi., 01.03 // 20 Uhr
Paul Verhoeven III
BASIC INSTINCT
Regie: Paul Verhoeven
USA 1992, ca. 128 Min., 35mm, DF, FSK 16

"Der schweinischste Film aller Zeiten." Bild

" Ein Mann stirbt einen grausamen Tod – ans Bett gefesselt, von einem Eispickel beim Liebesakt durchbohrt. Der abgewrackte Detective Nick Curran übernimmt den Fall und hat auch bald eine Hauptverdächtige: Catherine Tramell, die Geliebte des Ermordeten. Während Nick immer mehr dunkle Punkte in Catherines Vergangenheit findet, stürzt er sich Hals über Kopf in eine Affäre mit ihr.
Paul Verhoeven wollte mit BASIC INSTINCT einen Cop-Psychothriller schaffen, der die dunkle, aggressive und besitzergreifende Sexualität des Menschen auslotet. Was dabei herauskam, ist genau jener Skandal, der auch vorprogrammiert war. In den USA sorgte BASIC INSTINCT wegen der 'gewagten' (?) Sexszenen für Furore und wurde dort trotz NC-17 Freigabe geschnitten. Bei uns ist er ab 16 Jahren freigegeben und uncut. So verschieden sind die Auffassungen über Moral. Paul Verhoevens Fabulierkunst beschränkt sich diesmal mehr auf das Komponieren wohlfeiler Bilder, denn die Geschichte, die hinter BASIC INSTINCT steckt, ist eher flaches Mittelmaß und wird nur von den derben Dialogen, die sämtliche Variationen des Wortes 'vögeln' beinhalten, getragen. Die Motivation der Täterin entspringt einer pubertären Klein-Fritzchen-Sichtweise von freier Sexualität." Frank Trebbin, Die Angst sitzt neben Dir

TRAiLER:
https://www.youtube.com/watch?v=Y3CCyrknddM


Sa. 22.03. // 20 Uhr
DIE TEUFLISCHEN ENGEL
(OT The Glory Stompers)
USA 1967, 35mm, ca. 84 Min.
Regie: Anthony M. Lanza, Buch: James Gordon White, Kamera: Mario Tosi
Mit Dennis Hopper, Jody McCrea, Chris Noel

Chino (Dennis Hopper) ist der Anführer der Biker-Gang „Black Souls“, die sich mit Nazi-Emblemen schmückt und die Gegend terrorisiert. Die Lage eskaliert, als Chino den Leader der gegnerischen „Glory Stompers“-Gang, Darryl (Jody McCrea), zusammenschlägt und dessen Freundin Chris (Chris Noel) entführt, um sie in Mexiko als Sklavin zu verhökern...
Ein typisches Biker-Quickie der späten 60er aus der B-Pictures-Schmiede American International Pictures. Dennis Hopper konnte hier schon mal für seine Rolle in „Easy Rider“ üben. Der filmdienst bemängelte „böse Klischees und kaum bemängelte Vorurteile und Hassinstinkte“, während Leonard Maltin sich über die Dialoge lustig machte:„Hey, like, ya know, I wanna dance with you, baby“. Maltins Fazit:“Hilariously bad.“

Trailer

  April 

Mi., 12.04 // 20 Uhr
Jagd auf linke Brüder
OT: Gordon's War
USA 1973, ca. 90 Min., 35mm, DF, FSK 18
Regie: Ossie Davis

Der schwarze Elitesoldat Gordon Hudson (Paul Winfield) kehrt aus Vietnam zurück und findet seine Nachbarschaft in den Händen von Drogenbanden. Hilflos muss er mit ansehen, wie seine Frau an den Folgen ihrer Drogensucht stirbt. Er schwört Rache und bittet drei ehemalige Kameraden um Hilfe. Mit ihnen startet er einen Guerillakrieg gegen die Rauschgifthändler in Harlem.
GORDON’S WAR ist eher ein Action-Exploiter als ein typischer Blaxploitation-Flick. Ossie Davis zeigt das Strassenleben in Harlem mit einem erbarmungslosen, schmutzigen Realismus.

„Good action“ Leonard Maltin