Die Filmreihe für Trash-, Exploitation- und Sleaze-Fans

Präsentiert von
Filmhauskino
und GEBÄUDE 9
Seit Dezember 2007 widmen sich Filmhauskino und GEBÄUDE 9 mit der Reihe SOMETHING WEIRD CINEMA der Kultur des Mitternachtskinos.
Aus den dunkelsten Ecken europäischer Filmarchive ans Licht gezerrt, erstrahlen 35mm & 16mm-Filmkopien dreimal im Monat im neuen Glanz auf der Leinwand: Exploitation- und Trashfilme, Genrekino, Horrorschocker und Splattergranaten, Abseitiges, Schräges und Vergessenes aus den Randbereichen der Filmgeschichte...psychotronisch und bewußtseinserweiternd!
Jenseits filmischer Norm und gutem Geschmack!
Das das Filmhaus in der Maybachstrasse auf unbestimmte Zeit wegen Sanierungsarbeiten geschlossen bleibt, findet das SOMETHING WEIRD CINEMA-Programm ab November in KINO 813 statt. Das Kino 813 befindet sich auf der Hahnenstrasse 6, 50667 Köln, zwischen Rudolfplatz und Neumarkt, in Nachbarschaft zum Kölnischen Kunstverein.
Filmclub 813


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Neu:Something Weird Cinema (wordpress)


  Mai 

Mi, 10. Mai, 20 Uhr
FLESH & BLOOD
(Paul Verhoeven 4)
Niederlande/Spanien/USA 1985 – DF – 35mm – 128 Min.
Regie + Buch Paul Verhoeven
Kamera Jan de Bont – Musik Basil Poledouris
Mit Rutger Hauer, Jennifer Jason Leigh, Tom Burlinson, Jack Thompson

Fortsetzung der kleinen Paul Verhoeven-Werkschau mit einer raren Filmkopie von Verhoevens Mittelalter-Schlachtfest FLESH + BLOOD, im Juni beschließen wir die Reihe mit ROBOCOP vorerst.

"Irgendwo in Westeuropa, im finsteren Mittelalter: Ein Söldnerheer samt Hurentrupp und verwirrtem Prediger plündert eine Stadt, wird prompt vom Anführer geschasst und macht sich unter Leitung von Rutger Hauer auf, Tod & Verderben über die Landstriche zu bringen (als ob die Pest das nicht schon gründlich genug erledigen würde).
Paul Verhoeven, unangefochtener Zynismusmeister Hollywoods, dreht ja bekanntlich immer denselben Film ('Es geht darum, in einer Welt zu überleben, die voller Dreckskerle ist', wie es Jacques Rivette zusammenfasst): In seiner ersten US-Produktion war seine Bereitschaft, Sex, Gewalt & Subversion zu verschränken, schon voll ausgereift. Moral gibt es, wie immer, keine, stattdessen knüppeln sich alle, die sich im Recht fühlen, möglichst blutig zu Brei, während eine heillose Verwirrung der Loyalitäten entsteht: Kaum eine Szene in diesem Film, die nicht von Betrug und Selbstbetrug erzählen würde und der Regisseur setzt mit genüsslich ausgewalzter religiöser Ikonographie, enormer Lust am Fleischlichen sowie diversen Verstümmelungen gleich noch mit hysterischer Fröhlichkeit ein paar drauf.
Hauer frisst in der Eröffnungsszene die Hostien wie Chips, ein homosexuelles Ritterpärchen (das ganz selbstverständlich präsentiert wird) hat so ziemlich die einzig gesunde Beziehung im Film und überhaupt malt Verhoeven die Vergangenheit eigentlich nur noch als Fresko vom Untergang des Abendlandes. Nur logisch, dass alle seine Science-Fiction-Filme dann schon nach der geistigen Apokalypse spielen." Christoph Huber


Mi., 24.05 // 20 Uhr
DER FÄNGER
OT: The Collector
USA 1965, 35mm,DF,ca. 119 Min.
R: William Wyler
Buch: John Kohn, Stanley Mann
Musik: Maurice Jarre
mit Terence Stamp, Samantha Eggar, Maurice Dallimor

Ein nerdiger Liebhaber von Schmetterlingen fügt seiner Sammlung eine hübsche junge Frau hinzu, die er schon seit langem bewundert. Er sperrt sie in seinen Keller – in der Hoffnung, dass sie sich irgendwann schon in ihn verlieben wird. Verstörendes und beklemmendes Drama nach dem Buch des englischen Schriftstellers John Fowles, der auch schon die Vorlage für Karel Reisz’ "Die Geliebte des französischen Lieutenants" lieferte. Regie führte Hollywood-Altmeister William Wyler ("Ben Hur", "Die besten Jahre unseres Lebens" (1946)).


Juni 

Fr 09.06, // 20 Uhr
ROBOCOP
(Paul Verhoeven 5)
USA 1987 – DF – 101 Min. – 35mm
Regie Paul Verhoeven
Buch Edward Neumeier, Michael Miner
Kamera Jost Vacano – Musik Basil Poledouris
Mit Peter Weller, Nancy Allen, Ronny Cox

"Detroit, eine Metropole zerrüttet von Korruption und Gewalt. Dem Großkonzern OCP ist an mehr Sicherheit gelegen, sollen doch schließlich weite Teile der Stadt gentrifiziert werden. Während die unterbesetzte und überforderte Polizei vergebens versucht der Lage Herr zu werden, sorgt ein im Einsatz getöteter Polizist für Abhilfe: Sein Körper dient als Grundlage für den Prototyp einer neuen Art von Gesetzeshütern – er wird zu RoboCop!" Pupille Kino, Frankfurt

"Paul Verhoevens Blick in die Zukunft ist verdammt ungemütlich. Nonstop-Action, innovative Spezialeffekte und nackte Gewalt: ein Albtraum, der zum Genreklassiker avancierte, etliche miese Fortsetzungen, Games und Serien nach sich zog. Fazit: Grandiose Action, tolle Effekte, kluge Story." Cinema

"ROBOCOP is as tightly worked as a film can be, not a moment or line wasted." Variety


Mi. 14.06.// 20 Uhr
THE TEXAS CHAINSAW MASSACRE
USA 1974 – OV – 83 Min. – 35mm
Regie Tobe Hooper
Buch Tobe Hooper, Kim Henkel
Kamera Daniel Pearl – Musik Tobe Hooper, Wayne Bell
Mit Marilyn Burns, Gunnar Hansen, Edwin Neal, Jim Siedow

"THE TEXAS CHAINSAW MASSACRE wurde lange Zeit als krank, pervers und gewaltverherrlichend abgestempelt, dabei war es ein Film, der den Horror neu definierte. Der Film hat das Publikum weltweit gespalten, schockiert und verblüfft, einen Maßstab in seinem Genre gesetzt und die Weichen neu gestellt.
1974 ließ Autor, Regisseur und Produzent Tobe Hooper seine düstere Vision auf die Menschheit los - eine Geschichte über fünf junge Freunde, deren unschuldige Fahrt ins Grüne an einem Sommernachmittag zum schrecklichen Albtraum wird. Für eine ganze Generation avancierte 'Leatherface' zur Horror-Ikone und der Film zum Kult. Tobe Hoopers KETTENSÄGENMASSAKER ist und bleibt ein Meilenstein des Exploitationkinos und zählt auch heute noch zu den furchteinflößendsten Horror-Filmen aller Zeiten. Nach über 25 Jahren in der Gewalt der Zensoren und in Deutschland wegen sog. 'Gewaltverherrlichung' beschlagnahmt und verboten, wurde der Film Ende 2011 freigesprochen." Turbine Medien

Mi 28.06, // 20 Uhr
STERNENKRIEG IM WELTALL
Japan 1978 / 35mm / ca. 83 Min. / DF
O:Uchû kara no messêji / AT: Message from Space
Regie: Kinji Fukasaku, Musik: Ken-Ichiro Morioka, Kamera: Toru Nakajima
mit: Vic Morrow, Sonny Chiba, Philip Casnoff u.a.

"Ein auf Expansion bedachtes Herrenvolk unterjocht einen Nachbarplaneten und rüstet zur Eroberung der Erde, doch der Anschlag kann gerade noch verhindert werden. Science-Fiction-Film mit fernöstlichem Kolorit: die interessante Tricktechnik und die temporeiche Inszenierung entschädigen für die etwas wirre, allzu märchenhafte Handlung." (filmdienst)
Regie-Routinier Fukasaku, sonst bekannt für seine ruppigen Yakuza-Filme, liefert hier einen quietschvergnügten und kunterbunten Star Wars-Rip Off, mit allem, was das Herz begehrt: Verfolgungsjagden im Weltall, zerstörte Planeten, Laserduelle, aufwendige Sets und Dekos - und ein Segelschiff, das als Raumkreuzer das Universum durchpflügt.


Juli 

Fr 09.06, // 20 Uhr
DIE SPALTE
BR Deutschland 1971 – DF – 86 Min. – 35mm
Regie Gustav Ehmck
Buch  Gustav Ehmck, Gerhild Berktold
Kamera Gabor von Hamory, Rudolf Blahacek
Mit Gerhild Berktold, Axel Schiessler, Werner Umberg, Dursun Firat

"Schauplatz München: Die 14-jährige Sophie entflieht aus einem Fürsorgeheim und gerät in die Hände skrupeloser Zuhälter, die sie an reiche Wüstlinge und Gastarbeiter verkaufen. Versuche diesem Teufelskreis zu entrinnen, muß sie mit Mißhandlungen bezahlen.
Die Wiederentdeckung des Jahres!" Werkstattkino München, 2006

"Ein überaus schäbiger Film mit dem Schutz-Etikett 'Sozialreport' versehen!" Joe Hembus/Robert Fischer, Der Neue Deutsche Film