Die Filmreihe für Trash-, Exploitation- und Sleaze-Fans

Präsentiert von
Filmhauskino
und GEBÄUDE 9
Seit Dezember 2007 widmen sich Filmhauskino und GEBÄUDE 9 mit der Reihe SOMETHING WEIRD CINEMA der Kultur des Mitternachtskinos.
Aus den dunkelsten Ecken europäischer Filmarchive ans Licht gezerrt, erstrahlen 35mm & 16mm-Filmkopien dreimal im Monat im neuen Glanz auf der Leinwand: Exploitation- und Trashfilme, Genrekino, Horrorschocker und Splattergranaten, Abseitiges, Schräges und Vergessenes aus den Randbereichen der Filmgeschichte...psychotronisch und bewußtseinserweiternd!
Jenseits filmischer Norm und gutem Geschmack!

Alle Vorführungen im
Filmhaus Kino, Maybachstrasse 111, 50670 Köln
Das das Filmhaus in der Maybachstrasse auf unbestimmte Zeit wegen Sanierungsarbeiten geschlossen bleibt, findet das SOMETHING WEIRD CINEMA-Programm ab November in KINO 813 statt.
Das Kino 813 befindet sich auf der Hahnenstrasse 6, 50667 Köln, zwischen Rudolfplatz und Neumarkt, in Nachbarschaft zum Kölnischen Kunstverein.
Filmclub 813




  Februar  2017

Mi. 10.02.//  20 Uhr
GENERAL IDI AMIN: SELF PORTRAIT
Regie: Barbet Schroeder
OT: Général Idi Amin Dada: Autoportrait, Frankreich/Schweiz 1974, ca. 90 Min., 35mm, engl. Fassung, keine Jugendfreigabe

„Barbet Schroeder and his crew, including the great European cameraman Nestor Alamendros, went to Uganda in 1974 with a simple offer: Would Amin like to ‚direct‘ himself in a documentary? He would, and he does, and the result is revealing and chilling. …
I suggested that IDI AMIN DADA isn’t a very good documentary. That’s no doubt partly because Amin limited the filmmakers to what he wanted them to see. They didn’t have the time or the freedom to photograph all they wanted, or how they wanted. But the subject matter is so compelling, and Amin reveals himself so freely, that the movie’s compelling all the same. We’re left with contradictory, disturbing images.“ Roger Ebert

Sa, 11.02. // 20 Uhr
Paul Verhoeven I
SOLDATEN
Niederlande 1979, 35mm, OF mit engl. UT, ca. 165 Min.
Regie: Paul Verhoeven
mit Rutger Hauer, Jeroen Krabe, Peter Faber
Anhand einer Gruppe niederländischer Studenten wird die Spaltung der Niederlande nach der Besetzung durch die deutschen Truppen veranschaulicht.Während einige Opfer der Nazis werden und andere sich mit ihnen verbrüdern, schliesst sich ein kleiner Teil dem von England aus operierenden Widerstand an.
"Paul Verhoevens packendes Antikriegsepos basiert auf dem autobiographischen Roman von Erik Hazelhoff Roelfzema. Diverse Parallelen zwischen dem Regisseur und dem Autor machen das Werk noch interessanter. Beide studierten mit einigen Jahren Abstand an der Universität von Leiden und gehörten derselben elitären Bruderschaft an. Verhoeven hat eigene Erfahrungen aus dieser Zeit in die Geschichte einzubinden. Dies macht die Stimmung, die in den Niederlanden vor und während des Kriegs herrschte, authentisch und differenziert. ...Im Gegensatz zu seinen anderen Werken verzichtet Verhoeven weitestgehend auf drastische Gewaltexzesse. Er nimmt sich statt dessen die Zeit, seinen Blick auf die unterschiedlichen Verhaltensweisen der Charaktere zu richten. Diese sind bis in die Nebenrollen glänzend besetzt."  filmreporter.de
Trailer

Sa, 18.02. //  20 Uhr
STILETTO
USA 1968, 35mm, DF, ca. 100 Min.
mit Alex Cord, Britt Ekland, Patrick O'Neal
Die Mafia rettet einen aufstrebenden Autohändler und Playboy davor, gelyncht zu werden, verlangt von ihm aber immer wieder Morde an Missliebigen. Als er aussteigen will, wird er von der "Ehrenwerten Gesellschaftesellschaft" und der inzwischen auf ihn aufmerksam gewordenen Polizei gejagt.
"Nach einem Bestseller von Harold Robbins gedreht, zeigt der Film gute schauspielerische Leistungen und eine spannende Handlung. Der pessimistische Ausgang sollte wohl das US-Publikum nachdenklich stimmen. Für Freunde des harten Krimis." Evangelischer Film-Beobachter
Trailer

22.02. // 20 Uhr
Paul Verhoeven Ii

OSMANISCHE FRÜCHTE
Regie: Paul Verhoeven
Niederlande 1973, ca. 107 Min., 35mm, DF, FSK 18

„Schon 1973 war Paul Verhoevens Talent voll entwickelt (und nicht zu unrecht wurde dieses ungestüme, wütende, hemmungslos energetische Werk vor kurzem zum besten niederländischen Film aller Zeiten gewählt): die Adaption eines damaligen Bestsellers erzählt von der bedingungslosen Liebe eines Bildhauers zu einer jungen Frau aus gutem Hause und besitzt nicht weniger satirische Fleischeslust und rohe emotionale Gewalt als Verhoevens ungleich bekanntere US-Werke. Jan De Bont bedient die rasende Handkamera, während die Hauptdarsteller Rutger Hauer und Monique van de Ven in wilder, ungezügelter, antibürgerlicher Lust durchs Leben gleiten. Schon damals legte Verhoeven satirische Sternstunden des politisch Unkorrekten vor: Böse Witze über Brustkrebs, der Radetzkymarsch als verballhornte Melodie des Bürgertums, ungebührliches Benehmen vor der Königin, haltloses Reihern über Festtafeln, wilde Glückstänze durch die Straßen und Dauerficken aus Lebenswut. Und wie immer bei Verhoeven scheitert die Individualanarchie am emotionalen Defekt der Protagonisten und an den Zwängen der Welt. Eines der traurigsten (weil auch hysterisch komischen) Filmbilder des vergangenen Jahrhunderts: die krebskranke, glatzköpfige Veen deutet auf eine viereckige Einschnittwunde in ihrem Kopf und sagt: ‚Da ist ein Türchen‘. Die Verzweiflung über die Welt, die einem das Gehirn zerfrisst, geht aber nie raus.“ Christoph Huber, allesfilm.com


   März

Mi., 01.03 // 20 Uhr
Paul Verhoeven III
BASIC INSTINCT
Regie: Paul Verhoeven
USA 1992, ca. 128 Min., 35mm, DF, FSK 16

"Der schweinischste Film aller Zeiten." Bild

" Ein Mann stirbt einen grausamen Tod – ans Bett gefesselt, von einem Eispickel beim Liebesakt durchbohrt. Der abgewrackte Detective Nick Curran übernimmt den Fall und hat auch bald eine Hauptverdächtige: Catherine Tramell, die Geliebte des Ermordeten. Während Nick immer mehr dunkle Punkte in Catherines Vergangenheit findet, stürzt er sich Hals über Kopf in eine Affäre mit ihr.
Paul Verhoeven wollte mit BASIC INSTINCT einen Cop-Psychothriller schaffen, der die dunkle, aggressive und besitzergreifende Sexualität des Menschen auslotet. Was dabei herauskam, ist genau jener Skandal, der auch vorprogrammiert war. In den USA sorgte BASIC INSTINCT wegen der 'gewagten' (?) Sexszenen für Furore und wurde dort trotz NC-17 Freigabe geschnitten. Bei uns ist er ab 16 Jahren freigegeben und uncut. So verschieden sind die Auffassungen über Moral. Paul Verhoevens Fabulierkunst beschränkt sich diesmal mehr auf das Komponieren wohlfeiler Bilder, denn die Geschichte, die hinter BASIC INSTINCT steckt, ist eher flaches Mittelmaß und wird nur von den derben Dialogen, die sämtliche Variationen des Wortes 'vögeln' beinhalten, getragen. Die Motivation der Täterin entspringt einer pubertären Klein-Fritzchen-Sichtweise von freier Sexualität." Frank Trebbin, Die Angst sitzt neben Dir

TRAiLER:
https://www.youtube.com/watch?v=Y3CCyrknddM


Sa. 22.03. // 20 Uhr
DIE TEUFLISCHEN ENGEL
(OT The Glory Stompers)
USA 1967, 35mm, ca. 84 Min.
Regie: Anthony M. Lanza, Buch: James Gordon White, Kamera: Mario Tosi
Mit Dennis Hopper, Jody McCrea, Chris Noel

Chino (Dennis Hopper) ist der Anführer der Biker-Gang „Black Souls“, die sich mit Nazi-Emblemen schmückt und die Gegend terrorisiert. Die Lage eskaliert, als Chino den Leader der gegnerischen „Glory Stompers“-Gang, Darryl (Jody McCrea), zusammenschlägt und dessen Freundin Chris (Chris Noel) entführt, um sie in Mexiko als Sklavin zu verhökern...
Ein typisches Biker-Quickie der späten 60er aus der B-Pictures-Schmiede American International Pictures. Dennis Hopper konnte hier schon mal für seine Rolle in „Easy Rider“ üben. Der filmdienst bemängelte „böse Klischees und kaum bemängelte Vorurteile und Hassinstinkte“, während Leonard Maltin sich über die Dialoge lustig machte:„Hey, like, ya know, I wanna dance with you, baby“. Maltins Fazit:“Hilariously bad.“

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